Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

Fenster schließen
 
  Aktuelle Analysen
   

US-Reaktionen auf Massaker in Madrid, Abendjournal, 12.3.2004


Sicher sei es nicht, dass Al kKaida hinter den Anschlaegen von Madrid stecke, mehr wollte der amerikanische Generalstabschef Richard Myers nicht sagen, aber die fundamentalistische Terrororganisation verfuege trotz aller Erfolge im Kampf gegen den Terrorismus nach wie vor ueber enorme Moeglichkeiten. Anders als in Spanien, wo der Verdacht sich vor allem gegen die ETA richtet, betonen Sicherheitsexperten in den USA jene Hinweise, die in Richtung fundamentalistisch-islamischer Taeter weisen. Die ETA habe zumeist Polizeistationen und Politiker angegriffen. Das Massaker in Madrid erinnere dagegen eher an die Anschlaege in Istanbul oder Bali, das entspreche eher dem Stil von Al Kaida , werden Experten aus dem Umkreis des FBI zitiert. Auch das Weisse Haus ist jetzt nicht mehr so sicher wie gestern, dass es sich um einen ETA-Anschlag gehandelt hat. Nach wie vor praegen die schrecklichen Szenen des gestrigen Massakers in der spanischen Hauptstadt auch in den USA die Nachrichten.
Wir sind jetzt alle Buerger von Madrid, schreibt heute die angesehene New
York Times. Was der 11.September fuer Amerika war, das habe nun der
11.Maerz fuer Europa bewirkt: die furchtbare Erkenntnis, dass Terrorismus
tatsaechlich eine internationale Bedrohung sei Auf amerikanischen
Bahnhoefen und in Zuegen wurde verstaerkte Wachsamkeit angeordnet.



 

nach oben, Fenster schließen

 
  site by Adrian Rossmann