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US-Umweltdiskussion, ZiB 2,
5.7.2005
Mit weniger als 5 Prozent
der Weltbevoelkerung produzieren die USA Jahr fuer Jahr 25 Prozent der
Treibhausgase, die so entscheidend zur Erderwaermung beitragen.
Ungeachtet starken Drucks Tony Blairs steht der Praesident trotzdem unveraendert
auf der Bremse beim Klimaschutz.
Doch es ist Bewegung in die starre Ablehnungsfront gekommen.
Erstmals erkennt der Kongress den Zusammenhang zwischen Erderwaermung
und Treibgasausstoss an. Die Senatoren, die einst das Abkommen von Kyoto
verworfen haben, verlangen jetzt selbst Grenzen bei der Luftverschmutzung.
Eine Trendwende, sagt die Umweltforscherin Julie Anderson
JULIE ANDERSON, UMWELTFORSCHERIN
Das allererste Mal haben wir eine Mehrheit von Senatoren, die sagt, es
muss etwas geschehen. Jetzt hoffen wir, dass daraus auch Konsequenzen
gezogen werden.
Entscheidend fuer das beginnende Umwenden ist der Druck aus der Wirtschaft.
Renommierte Unternehmen schlagen Alarm. Sie wollen auch bei den umweltschonenden
Technologien nicht ins Hintertreffen geraten.
JULIE ANDERSON, UMWELTFORSCHERIN
Ziemlich viele Aktionaere haben von ihren Unternehmen Massnahmen gegen
den Treibhauseffekt gefordert oder zumindest verlangt, dass man die Auswirkungen
auf den zukuenftigen Geschaeftsgang untersucht.
Unerwartete Unterstuetzung erhalten die Umweltschuetzer von religioesen
Gruppen.
Ein Netzwerk evangelikaler Umweltschuetzer uebernimmt Lobbying auch im
konservativen Lager.
JIM BALL, PREDIGER
Jesus ist der Herr ueber unser ganzes Leben, als Christen frage ich mich,
was hat das fuer Auswirkungen auf mein Leben, was fuer ein Auto fahre
ich, kommt mein elektrischer Strom aus einer erneuerbaren Energiequelle
oder aus einem Kohlekraftwerk. Wir verlangen auch von unseren Politikern,
dass sie sich diesen Fragen stellen.
George Bush hat sich von diesem neuen Interesse am Klimaschutz nicht anstecken
lassen. Aber sein juengstes Engagement fuer den Ausbau der Atomenergie
begruendet er auch mit Vorteilen fuer die Umwelt.
Das besondere an der amerikanischen Diskussion ist, dass zu den traditionellen
Umweltschuetzern, die wenig Einfluss auf die gegenwaertige Regierung haben,
jetzt auch die warnenden Stimmen der Wirtschaft kommen. Immer mehr Unternehmen
fuerchten, dass sie im Bereich der zukunftstraechtigen sauberen Technologien
ins Hintertreffen geraten. Und das wiederum naehrt auch bei Umweltschuetzern
die Hoffnung auf eine Trendwende in der amerikanischen Haltung zum Klimaschutz.
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