Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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USA erfreut ueber Yuan-Aufwertung, AJ, 21.7.2005

Zuletzt hat Federal Reservechef Alan Greenspan gestern vor dem Kongress fuer eine Aufwertung des Yuan plaediert: die letzte in einer lange Reihe von Klagen Washingtoner Regierungsstellen ueber den aus amerikanischer Sicht viel zu niedrigen Kurs der chinesischen Waehrung. Dementsprechend erfreut aeussert sich heute das Weisse Haus ueber die Entscheidung der Regierung in Peking die seit Jahren geltende fixe Bindung des Yuan an den Dollar aufzuheben. Finanzminister Snow meinte, eine Reform des chinesischen Wechselkurssystems sei nicht nur fuer China, sondern fuer das gesamte internationale Finanzsystem wichtig. Ab sofort soll die chinesische Landeswaehrung mit Hilfe eines Korbes verschiedener Fremdwaehrungen gesteuert werden, davon erwartet man sich groessere Flexibilitaet im Devisenverkehr. Der Dollar ist unmittelbar nach der Ankuendigung gegenueber dem Yuan um zwei Prozent gefallen, auch gegenueber einer ganzen Reihe anderer asiatischen Waehrungen gab es Verluste. Man hofft in Washington, dass jetzt der Anfang eines laengeren Aufwertungsprozesses getan ist.
Ein Babyschritt ist das, warnt der China-kritische Senator Charles Schumer, wenn es dabei bleibt, dann werden wir nicht sehr weit kommen. Mit einer wachsenden Gruppe von Senatoren will Schumer chinesische Importe mit Zoellen von bis zu 27,5 Prozent belegen, wenn es zu keiner signifikanten Aufwertung kommt.
Die USA hoffen, dass mit einer staerkeren Waehrung auch die chinesischen Waren teuerer werden und dass damit der stark ansteigende Export nach Amerika gedrosselt wird. Das wiederum wuerde der Regierung in Washington helfen das riesige amerikanische Handelsbilanzdefizit in den Griff zu bekommen.

 

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