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US-Reaktionen
auf spanische Wahlen, ZiB 1, 16.3.2004
Nach dem fuer die Regierung Bush schockierenden Wahlausgang in Spanien
werben die USA um die Unterstuetzung der Europaer im Kampf gegen den Terrorismus
und fuer ihre Irakpolitik. Praesident Bush empfing in Washington den hollaendischen
Premierminister Jan Peter Balkenende: die Niederlande sind mit ueber tausend
Soldaten im Irak engagiert.
Im Weissen Haus hat zwei Tage nach dem Machtwechsel in Madrid das neue
Werben um alte Verbuendete begonnen.
Mit Hollands Premierminister an der Seite versichert der Praesident:
Amerika werde sich von Terroristen niemals einschuechtern lassen.
Wir verstehen wie hoch der Einsatz ist und wir werden mit unseren Freunden
zusammenarbeiten.
Spaniens Wahlverlierer Aznar war einer der engsten Verbuendeten der USA
. Die proamerikanische Allianz im Irak hat nun deutliche Spruenge bekommen
.
Die USA hoffen jetzt: eine neue UNO-Resolution koennte die Spanier vielleicht
doch noch vom geplanten Rueckzug abbringen.
Alles andere waere ein weiterer Erfolg fuer die Terroristen, heisst es
in Washington.
Konservative Kommentatoren sprechen von der Gefahr, dass Amerika im Kampf
gegen den Terrorismus bald allein dastehen koennte, weil Europa dabei
sei zu kapitulieren. Immerhin sei es Al Kaida in Spanien erstmals gelungen
eine Regierung zu stuerzen.
Regierungskritiker sehen dagegen vor allem die Buendnispolitik des Praesidenten
gescheitert. Das Weisse Haus muss sich jetzt auf jeden Fall auf eine schlagartig
veraenderte internationale Situation einstellen.
Ein Jahr nach Kriegsbeginn wachsen auch in Amerika die Zweifel am Kurs
des Praesidenten.
Dutzende Angehoerige von Soldatenfamilien gegen den Krieg gestern vorm
Weissen Haus.
Als ihr Sohn gefallen ist, da hat Jean Pruett geglaubt, das hat Sinn gehabt.
Diesen Glauben hat sie verloren, es war alles erlogen.
Jean Pruett, Soldatenmutter
Aber stolz auf ihren gefallenen Sohn Kelly ist sie noch immer.
Eie ungewoehnliche Kundgebung fuer ein Land, das sich sonst immer patriotisch
um den Praesidenten schart.
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