Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Verfassungsreform in der Türkei begrüßt, ZiB 1, 13.9.2010


International positive Reaktionen gibt es zum Ausgang des türkischen Verfassungsreferendums gestern abend. Mit überwiegender Mehrheit haben sich die Bürger dafür ausgesprochen die noch aus der Zeit der Militärdiktatur vor 30 Jahren stammenden Teile der Verfassung abzuändern, so wie die Regierung in Ankara dies wollte. Ein Erfolg für die Regierung und ihren Premierminister aber auch für die Demokratie und den Rechtsstaat.
ERDOGAN
So urteilt nicht nur der triumphierende Chef der islamischen Mitterechtsregierung in Ankara
nach dem überwältigenden Ja der Bevölkerung zur Verfassungsreform.
In Washington spricht der amerikanische Präsident von einem Zeichen der lebendigen Demokratie.
Auch die Europäische Kommission begrüßt die Weichenstellung in Richtung demokratischer Reformen.
Es kommt jetzt auf die Umsetzung an, so der Erweiterungskommissar.
Eine neue Verfassung ohne Sonderrechte für die Militärs, das entspricht auch den Beitrittsanforderungen der Europäischen Union.
OT SPINDELEGGER
Im Europaparlament ist man beeindruckt, weil die Macht der Militärgerichte eingeschränkt wurde. Die zuständige Türkeiberichterstatterin hofft auf eine Verbesserung für die Kurdische Minderheit. In den Kurdengebieten haben gestern allerdings viele den Boykottaufrufen der Separatisten befolgt. Die Beitrittsverhandlungen der Türkei in die EU stocken seit Jahren. Eine demokratischere Verfassung ist trotzdem ein gutes Zeichen der Annäherung an Europa.

 

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