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Verkehrstote sollen weniger
werden, AJ, 20.7.2010
Die Europäische Kommission
will die Zahl der Verkehrstoten in Europa in den nächsten zehn Jahren
halbieren. Dieses Ziel soll durch technische Erneuerungen bei PKW und
Motorrädern, bessere Verkehrserziehung und strengere Verkehrskontrollen
erreicht werden. An ein in ganz Europa geltendes Geschwindigkeitsoberlimit
ist nicht gedacht.
Europas Straßen sind in den letzten Jahrzehnten deutlich sicherer
geworden. Gab es 1990 in den heutigen EU-Staaten noch 75 000 Verkehrstote,
so sind es heute nur mir 33 000. Sicherheitsgurte und Airbags waren dafür
ganz entscheidend. Aber 33 000 Tote, das sind 100 Verkehrstote am Tag,
noch immer viel zu viel sagt EU-Verkehrskommissar Siim Kallas. Bis 2010
soll diese Zahl durch eine Vielzahl von Maßnahmen auf die Hälfte
reduziert werden. Die Europäische Kommission setzt dabei ebenfalls
auf technische Erneuerungen: Airbags für Motorradfahrer werden angedacht,
verpflichtende automatische Warnsignale zum Anschnallen stehen ebenso
auf der Wunschliste wie automatische Notbremssysteme für Busse.
Als größte Gefahr sehen die Bürger Alkohol am Steuer an,
dagegen hilft primär bessere Verkehrserziehung. Immerhin könnten
in Bussen oder Lastwägen sogenannte Alcolocks eingerichtet werden,
das sind alkoholempfindliche Wegfahrsperren, die bei Alkohol einen Start
verunmöglichen.
Am sichersten sind in Europa die Straßen in Großbritannien,
am gefährlichsten in Griechenland und Rumänien. Österreich
liegt mit 76 Verkehrstoten pro einer Million Einwohner über dem EU-Durchschnitt
von 69.
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