Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Vor Supertuesday, ZiB 2, 1.3.2004



Der amerikanische Vorwahlkampf tritt morgen in eine entscheidende Phase:1151 Delegierte warden in 10 Staaten morgen gewaehlt. Gewinnt wie erwartet John Kerry, dann ist ihm die Nominierung zum demokratischen Praesidentschaftskandidaten so gut wie sicher. Einer jener Bundesstaaten, in denen sein verbliebener Rivale John Edwards sich stark engagiert hat, ist New York, wo dort berichtet RL.
Auch im sonst so abgebruehten New York gehen die Emotionen hoch, wenn die Entscheidung ueber den Herausforderer gegen George Bush so nahe ist.
Was fuer einen Unterschied ein Praesident Kerry im Weissen Haus machen wuerde?
Der Unterschied waere riesig, meint Kerry-Anhaneger Craig Bonscores, Amerika wuerde wieder geschaetzt in der Welt.
Rechte Kriegsveteranen werfen dem einstigen Vietnamsoldaten Kerry dagegen sein spaeteres AntikriegsEngagement vor.
Nur mit Muehe verschaffen sich die Mitbewerber Gehoer,, fuer John Edwards ist der supertuesday die letzte Chance.
Die sozialen gegensaetze im land sind seine Themen, aber schon ein Sieg in einem einzigen Bundesstaat fuer ihn waere morgen eine Ueberraschung.
Wir brauchen eine Praesidenten mit Erfahrung, betont John Kerry, nur wer das aufweisen kann, wird einen Amtsinhaber wie George Bush schlagen koennen.
Traditionell waehlt New York demokratisch. Die Lage am Arbeitsmarkt und der Irakkrieg sind die wichtigsten Fragen, die die Menschen bewegen.
Aber jetzt kommt ganz so wie in Kalifornien auch im Bundesstaat New York noch ein Kulturkampf um die gleichgeschlechtliche Ehe dazu.
Denn auch im kleinen Staedtchen New Paltz noredlrich von New York City ermoeglicht der gruene Buergermeister Homosexuellen zu heiraten. Ein Schock
Nicht nur fuer konservative Republikaner.
Auch viele schwarze Gemeinden, sozial sehr engagiert, sehen ihre traditionellen Moralvorstellungen gefaehrdet. Die Menschen hier kaempfen mit schlechten Jobs und Obdachlosigkeit.
Der Gottesdienst soll Mut machen fuer den Alltag. Dass Wahlen bevorstehen, beschaeftigt nur wenige.
Meine Freunde gehen nicht waehlen, fuer Politik interessieren sie sich nicht, erzaehlt die Schuelerin Cathy.
Der Praesident tut zu wenig fuer Minderheiten meint sie, von John Kerry hat Nina Jones bereits gehoert, sie will ihn waehlen.
Der Prediger Lawrence Powell dagegen steht Kerry deutlich distanziert gegenueber, bei George Bush spuert man wenigstens den starken christlichen Glauben.
Es wird ein langer und harter Kampf um die Herzen und Hirne der Amerikaner.


 

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