Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Vor Bush-Rede zum Irak, ZiB 1, 24.5.2004

George Bush weiss, er muss Ueberzeugungsarbeit leisten fuer seine Strategie im Irak, denn immer direkter werden seine Chancen zur Wiederwahl im September durch das das Chaos im besetzten Land gefaehrdet.
Der Ausweg fuer den Praesidenten ist die Machtuebergabe an eine souveraene irakische Regierung, sagt der Kommunikationsdirektot des Weissen Hauses.
Die Vereinten Nationen sollen diesen Uebergang begleiten, das sieht der heute eingebrachte Resolutionsentwurf der USA und Grossbritanniens im Sicherheitsrat vor. Die militaerische Oberhoheit im Irak bleibt jedoch vorlaeufig weiter bei den USA.
Aber ungeachter der grossen Diplomatie kommt Bagdad nicht zur Ruhe. Eine Autobombe unweit des US Hauptquartiers toetete heute vier Personen.
Dass es doch eine Hochzeitgesellschaft war, die letzte Woche im Westirak bombardiert wurde, soll dieses Video belegen. Klar erkennbar der Saenger, er war einer der Opfer des Angriffs.
Das amerikanische Militaer spricht nach wie vor von einem Trainingslager fuer Terroristen, eine Feier hat es vielleicht gegeben, aber auch boese Menschen feiern manchmal, meint Armeesprecher Kimmit in Bagdad.
Das offizielle Ende des Besatzungsregimes im Irak am 30.Juni, auf das sich der Praesident heute in seiner Rede konzentrieren wird, ist das Kernstueck der gesamten Irakstrategie des Weissen Hauses.
Aber der Guerillakrieg wird damit nicht beendet sein, und die USA werden weiter in Bagdad militaerisch das Sagen haben.
Keine leichte Aufgabe fuer George Bush die Welt davon zu ueberzuegen, dass die USA es ernst meinen mit echter Souveraeintaet fuer den Irak.

 

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