Raimund Löw

Historiker und Journalist

 

 

 

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Vulkanasche - eine Bilanz, MoJ, 4.5.2010

Einhunderttausend stornierte Flüge, zehn Millionen Passagiere,
die am Boden geblieben sind. Die Bilanz der Vulkanasche im
vergangenen Monat ist gewaltig. Die Verkehrsminister wollen heute
sicherstellen, dass bei der Bewältigung der Folgen alles mit
rechten Dingen zugeht. Ob gestrandete Passagiere zum Beispiel zu
ihrem Recht kommen, darf nicht vom Land oder von der Airline
abhängen. Die Airlines müssen in einem solchen Fall laut EU-Gesetz
für Verpflegung und Übernachtung aufkommen, bis der Weiterflug
möglich ist. Passagierrechte dürfen kein Lotteriespiel sein in der
EU, betont die Europäische Kommission. Fluglinien, die starke
Einbußen erlitten haben, sollen umgekehrt die Möglichkeit auf
staatliche Unterstützung bekommen. Gleichzeitig will man aber
keine Verfälschung im Wettbewerb haben. Die Europäische Kommission
drängt besonders darauf, dass mit dem Fleckerlteppich am Himmel
Schluss gemacht wird. Flugsicherung und die Verwaltung des
Luftraums in Europa sollten in einer Hand sein, heißt es auch im
Europäischen Parlament. Wie sehr die Mitgliedsstaaten bereit sein
werden, die laufenden Verhandlungen über einen sogenannten
einheitlichen, europäischen Luftraum zu beschleunigen wird sich
aber erst weisen. Naturereignisse wie der Vulkanausbruch in Island
werden sich natürlich auch in Zukunft nicht an Regeln halten. Aber
wenn die Europäer besser zusammenarbeiten, könnte es klarere
Grenzwerte geben und man könnte besser reagieren, heißt es in der
Europäischen Kommission.



 

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