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Wahltag in den USA, ZiB 1,
2.11.2004
Wie optimistisch sind heute
die Demokraten?
Die Demokraten gehen sehr, sehr vorsichtig in diesen Wahltag, aber sie
sind doch zuversichtlich.
Beide Seiten haben in den letzten Tagen versucht aus der Situation des
Kopf an Kopf-Rennens herauszukommen. Das ist nicht gelungen, keiner Seite.
Das ist enttaeuschend fuer die Republikaner, die gehofft hatten im Finish
einen klaren Trend fuer George Bush herauszuarbeiten.
Die hohe Wahlbeteiligung, wie sie sich jetzt abzeichnet, hilft traditionell
den Demokraten. Niemand weiss, ob das diesmal auch so sein wird. Die Republikaner
glauben, dass sich die politischen Rahmenbedingungen durch das Thema des
Kampfes gegen den Terrorismus grundelgend veraendert habe. Und dass daher
diesmal genauso viel zusaetzliche Bush-Waehler zu den Urnen gegen werden
wie demokratische Waehler.
Welche Probleme werden fuer den Wahltag erwartet?
Eine gewisse Nervositaet ist ueberall spuerbar, aber groessere Probleme
sind bisher keine bekannt geworden. Aber der Tag ist noch jung, hier an
der Ostkueste ist es 13 Uhr, in Kalifornien ist es ueberhaupt erst Vormittag.
Probleme werden eher gegen Ende des Tages erwartet, oder nach Wahlschluss,
bei der Auszaehlung.
Wenn der Unterschied zwischen den Kandidaten in mehreren Bundesstaaten
nur wenige hundert oder wenige tausend Stimmen ausmacht, dann kann es
eine lange Nacht werden heute.
Wie ist es zu dieser grossen Polarisierung gekommen?
Die Menschen haben das Gefuehl, dass sie mit dieser Wahl mehr tun, als
ueber einen Praesidenten entscheiden. Sie haben das Gefuehl, fuer lange
Zeit wird damit die Stellung Amerikas in der Welt festgelegt. Will man
ein Amerika, das gemeinsam mit moeglichst vielen Verbuendeten gemeinsame
Interessen verteidigt. So wie im Kalten Krieg gegen das sowjetische Imperium,
jetzt gegen die terroristische Stroemung des islamischen Fundamentalismus.
Oder ob Amerika danach trachtet im Alleingang zu agieren, gestuetzt auf
seine eigene miliaterische Uebermacht.
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