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Wirtschaftliche Erholung in
Osteuropa, 27.1.2010
Für 30 Länder Osteuropas
und Zentralasiens erhöht die Europäische
Entwicklungsbank die Wachstumsprognose für 2010 von bisher 2,5
Prozent auf 3,3 Prozent. Besonders gut schneiden Polen und die
Türkei ab. In Brüssel hat die Europäische Kommission gleichzeitig
ihr grünes Licht für die Sparpakete der EU-Staaten Lettland,
Ungarn, Litauen und Malta gegeben. Langsam kommen die Finanzen der
krisengeschüttelten neuen Mitgliedsstaaten in Ordnung. Mit der
rumänischen Regierung haben sich die Finanzhüter auf ein
Sanierungsprogramm geeinigt, jetzt fließen 3,3 Milliarden als
Hilfe des Internationalen Währungsfonds nach Bukarest.
Gleichzeitig warnt aber der Chefökonom der Europäischen
Zentralbank Jürgen Stark vor den ernsten Folgen einer
explodierenden Staatsverschuldung im Westen. Insgesamt 2200
Milliarden Euro Schulden werden Europas Regierungen 2010 insgesamt
machen, rechnet die Ratingagentur Fitch vor. Frankreich kommt auf
454 Milliarden, Italien auf 393 Milliarden, Deutschland auf 386
Milliarden. Im Durchschnitt belasten die Staatsschulden die
europäische Wirtschaft mit 20 Prozent. Österreich wird 2010
mit
elf Prozent noch relativ gut weg kommen. Diese Zahlen sind zwar
nicht dramatisch höher als vor einem Jahr, aber der politische
Druck auf die Regierungen zu sparen steigt. Schließlich geht es
auch um die Stabilität der Europäischen Währung. Das
Euro-Problemkind Griechenland hat zwar Anfang der Woche seinen
aktuellen Kapitalbedarf problemlos befriedigen können. Aber die
Sorge ist nach wie vor da, dass die griechische Krankheit einer
erdrückenden Steuerlast auch Portugal, Spanien und Italien
destabilisieren könnte.
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