| |
|
G8-Gifpel
Evian, ZiB 1, 3.6.2003
In Evian ist heute der G8-Gipfel der großen Industrienationen mit
einer Warnung an Nordkorea und den Iran zu Ende gegangen. Beide Staaten
werden zu besserer Zusammenarbeit mit den Inspektoren der Internationalen
Atomenergiebehörde aufgefordert. George Bush hatte den bereits bereits
gestern verlassen.
Langsam kehrt wieder Normalität ein am Genfersee: die Regierungscchefs
reisen ab und mit ihnen auch Demonstranten und Polizei.
Der Gastgeber hat Zeit für das obligate Bad in der Menge. An seiner
Sicht einer multipolaren Welt hält er fest, auch nach der Versöhnung
mit George Bush.
Kriege kann man leicht allein führen, sagt Chirac, für den Frieden
braucht man die Zusammenarbeit vieler.
Der Gipfel richtet auch ohne George Bush die dringende Aufforderung an
Nordkorea und den Iran den Bau von Atombomben zu unterlassen und mit den
internationalen Kontrolloren zusammenzuarbeiten.
Enttäuscht wurden in Evian die Vertreter der armen Ländern des
Südens, die mit großen Hoffnungen an den Tisch der Reichen
gekommen sind und doch nur allgemeine Versprechungen erhielten.
Der internationale Streit um den Irakkrieg ist jetzt zumindest nach außen
ad acta gelegt. Für den Nahen Osten und die Eindämmung von Massenvernichtungswaffen
habe die Großmächte eine gemeinsame Sprache gefunden.
Strassenszenen im benachbarten Genf vergangene Nacht: das Katz-und Mausspiel
mit der Polizei hat die politischen Ziele der Globalisierungsgegner längst
in den Hintergrund gedrängt.
nach oben,
Fenster schließen
|