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US-Irakpläne
umstritten, ZiB 1, 28.8.2002
Dass die amerikanischen Militärs
einen möglichen Krieg gegen den Irak im Alleingang planen, das wird
immer mehr zum schwächsten Punkt in der Irak-Strategie der Regierung
Bush.
Ein Kompromißvorschlag kommt jetzt von Großbritannien, dem
engsten Verbündeten der USA in Europa. Aussenminister Jack Straw
denkt daran die Irakkrise vor den UNO-Sicherheitsrat zu bringen.
Ultimativ soll der Sicherheitsrat die Rückkehr der UNO-Waffeninspektoren
in den Irak fordern. Wenn Saddam Hussein ein solches Ultimatum zurückweist,
dann müßten die Vereinten Nationen grünes Licht für
militärische Massnahmen geben.
Gegen einen amerikanischen Alleingang spricht sich in der Zwischenzeit
auch der konservative deutsche Kanzlerkandidat Edmund Stoiber aus. Ein
Weg über den Sicherheitsrat wiederum wäre auch für den
Bush-kritischen Kanzler Schröder akzeptabel.
Schon morgen werden die EU-Außenminister diesen Vorschlag diskutieren.
Um in der sensiblen Irakfrage den Weg in den Sicherheitsrat einzuschlagen
müßte die Regierung Bush ihre große Abneigung gegen die
UNO überwinden. Aber wenn ein außenpolitischer Scherbenhaufen
droht, dann könnte es in Washington vielleicht doch ein Umdenken
geben. Das zumindest hoffen die Europäer.
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