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US-Kurskorrektur
im Irak, ZiB 1, 13.11.2003
Nach der Krisensitzung im
Weissen Haus bestaetigt heute der Praesident.
Wir wollen, dass verstaerkt Iraker in die Regierungstaetigkeit in ihrem
Land eingebunden werden.
Im Weissen Haus wuenscht man sich die beschleunigte Bildung einer provisorischen
Regierung in Bagdad, die den Wiederaufbau vorantreibt.
Der Oberste Zivilverwalter, Paul Bremer, schliesst auch einen provisorischen
Praesidenten fuer den Irak nicht mehr aus.
Die Regierung reagiert damit auf einen duesteren Bericht des CIA, der
erstmals klipp und klar von einer sich staendig verschlechternden Situation
spricht.
Immer mehr Iraker hegen Sympathien fuer die antiamerikanische Aufstandsbewegung,
urteilt der Geheimdienst.
Der offizielle Optimismus in Washington ist damit kaum mehr haltbar.
Der Oberkommandierende General im Irak kuendigt eine haertere Gangart
gegen die Untergundkaempfer an. Eiserner Hammer heisst die juengste Offensive.
Ueber die Erfolgsaussichten sind die Meinungen geteilt. Japan hat seine
Zusage zurueckgenommen Truppen in den Irak zu schicken, die Lage sei zu
unuebersichtlich, heisst es in Tokio.
Es ist die zweite Kurskorrektur in der amerikanischen Irakpolitik seit
dem Ende des Krieges im vergangene Fruehrjahr. Damals haben die Sieger
einem Federstrich die irakischen Streitkraefte aufgeloest, viele Soldaten
wurden in die Arme des antiamerikanischen Widerstands getrieben.
Durch das neue Ziel einer Irakisierung soll diesen Prozess rueckgaengig
machen. Aufgeben will George Bush den Irak deshalb noch lange nicht.
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