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Wahltag
Kalifornien , ZiB 1, 7.10.2003
Der größte Bundesstaat der Vereinigten Staaten hat den turbulentesten
Wahlkampf der letzten Jahre hinter sich.
Seit sieben Uhr früh Ortszeit sind die Wahllokale offen. 15 Millionen
Wahlberechtigte haben sich registrieren lassen um zu den Urnen zu gehen.
Mit ja oder nein muss zuerst die Frage nach der Abwahl des amtierenden
Gouverneurs beantwortet werden.
Danach folgt die Entscheidung für einen der 135 Bewerber um seine
Nachfolge.
Arnold Schwarzenegger, Schauspieler und Geschäftsmann, hier auf Seite
zwei.
Riesiger Medienandrang als der große Favorit mit Ehefrau Maria Shriver
heute zu den Urnen geht.
Keine Spur von Protesten gab es gestern Abend bei der Abschlusskundgebung.
Der republikanische Austroamerikaner zuversichtlich trotz aller Kontoversen:
Zurück mit Gray Davis oder vorwärts mit Arnold, das ist die
Entscheidung.
Das Volk gegen die Politiker, darum geht es, ruft Schwarzenegger
Der Vorwurf der sexuellen Belästigung gegen den Terminator hat die
letzten Tage überschattet.
Mit Hilfe der Frauen und dank der Mobilisierung der demokratischen Basis
hofft Gouverneur Gray Davis auf eine Trendwende im allerletzten Augenblick.
Aber die Regierung war hilflos gewesen, als im reichen Kalifornien vor
2 Jahren tagelang der Strom ausblieb .
Wegen der leeren Staatskasse ließ der Gouverneur die KfZ-Steuer
verdreifachen: und das verzeihen die Kalifornier nur schwer.
Die Möglichkeit einen demokratisch gewählten Gouverneur abzuwählen
bietet die Kalifornische Verfassung seit bald 100 Jahren, aber es ist
das erste Mal, dass davon Gebrauch gemacht wird. Dementsprechend groß
war amerikaweit das Interesse an dieser ungewöhnlichen Wahlkampagne:
denn oft kommen neue politische Trends kommen in Amerika aus Kalifornien.
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